Abenteuerliche Reise durch winterlich verschneite Traumlandschaften

Die Transsibirische Eisenbahn Im Winter

Natlia Meisheit
02.05.2018

Was verbinden Sie mit dem Begriff der Transsibirischen Eisenbahn? Eine abenteuerliche Fahrt durch das zauberhaft verschneite Sibirien, ein russisches Wintermärchen mit einem Hauch von Glanz aus der pompösen Zeit des Zarenreichs - das sind nur einige Assoziationen, die vielen in den Sinn kommen.

Winterzeit – perfekte Reisezeit

Nicht nur die Art der Reise auf der einzigartigen Zugstrecke ist eine abenteuerliche Abwechslung zu Sonne, Strand und Palmen. Auch die gewählte Jahreszeit bietet landschaftliche Einblicke, die unvergesslich bleiben. Der Winter in Russland mit seiner frostklaren Wintersonne zeigt sich von seiner schönsten Seite. Bequem und mollig warm ist der Ausblick vom beheizten Schlafwagen-Sonderzug-Abteil. Das gleichmäßige Rattern des Zuges begleitet die Sicht auf märchenhafte Landschaften, die typisch für die Region sind. Sanft geschwungene Hügellandschaften mit glitzerndem Puderzucker bedeckt, bizarr anmutende Eisformationen und eine Weite, die die Sehnsucht weckt - Russland ist besonders in der kalten Jahreszeit ein bildliches Märchen für Romantiker und Naturliebhaber. Und weil diese Reise so außergewöhnlich ist, bietet sich ein Termin für die Reiseplanung besonders an: Silvester. Den Jahreswechsel auf der Transsib zu erleben, gehört wohl zum Schönsten, was Reiselustige sich vorstellen können.
 

Russland, Sibirien und die Mongolei

Die Fahrt auf der längsten Eisenbahnstrecke der Welt ist ein Erlebnis für sich. Hier gibt es viel mehr zu entdecken und erleben als den Ausblick auf atemberaubend schöne Landschaften. Wenn Sie eine organisierte Tour auf der Transsibirischen Eisenbahn buchen, haben Sie die Möglichkeit zu geplanten Stopps an sehenswerten Punkten der Reise. Eintauchen in die jahrhundertealten Gewohnheiten der Bevölkerung ist ein unverzichtbarer Teil dieser Route. Die Themen Wohnen der ortsansässigen Bevölkerung und ihre Art zu reisen sind nur einige Schwerpunkte, die einen guten Einblick in die Kultur der Region vermitteln.

Pferde-Troika – Transportmittel mit Geschichte

Entlang der Route der Transsibirischen Eisenbahn liegt er - der Baikalsee. Auch hier hat Russland Einzigartiges zu bieten. Der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren auch älteste See der Welt bietet nicht nur einen atemberaubenden Anblick, er ist auch Teil der Kulisse für eine winterliche Fahrt mit der Pferde-Troika. Die Troika ist typisch für Russland und Westasien. Das Gespann für Schlitten oder Fuhrwerke wird von drei Pferden gezogen, die nebeneinander eingespannt werden. Dazu gehören die typischen Glöckchen am Halsriemen und am Geschirr. Warm eingepackt in einer Kutsche, die durch verschneite Winterlandschaften gleitet, flankiert vom zarten Klingeln der Glöckchen - wenn Ihnen jetzt ein Hauch von Boris Leonidowitsch Pasternaks literarischem Werk "Dr. Schiwago" um die Ohren weht, haben Sie die einzigartige Atmosphäre bereits eingefangen.

Eine außergewöhnliche Nacht


Die Route auf der Transsibirischen Eisenbahn führt bis in die Mongolei. Und hier wird das russische Wintermärchen durch eine ganz besondere Art der Übernachtung gekrönt. Wenn Sie die Gewohnheiten der mongolischen Nomaden ein wenig kennen, wissen Sie jetzt bereits, wovon die Rede ist - die Jurte. Verbreitet in West- und Zentralasien, ist dieses Zelt das traditionelle Heim der Hirtennomaden in der Eurasischen Steppe. Auf einem runden Holzgerüst wird eine wetterfeste Auflage aus Baumwolle oder Filz befestigt. Diese Art der Behausung ist ideal für die wechselnde Besiedelung nicht sesshafter Stämme. Sie lässt sich in weniger als einer Stunde auf- oder abbauen und kann ganz einfach und schnell zum gewünschten Ort transportiert werden. In solch einer traditionellen Behausung inmitten der frostkalten Winternacht zu schlafen, gehört zu den Highlights der abwechslungsreichen Tour. Frieren muss hier niemand, denn das mobil nutzbare Zelt ist geheizt und auch für westliche Standards komfortabel. Eine sternenklare Nacht in der klirrenden Kälte des mongolischen Winters zu erleben, lässt erahnen, wie widerstandsfähig das fröhliche Nomadenvolk ist.

Schauen, erleben, erfahren

Von Moskau bis ins mongolische Ulaanbaatar: Die Transsibirische Eisenbahn führt Sie nicht nur durch verschneite Landschaften, idyllisch gelegene Wäldchen und charmante kleine Dörfer. Wer will, kann auch viel Wissenswertes erfahren. Reisen bildet, Reisen erweitert den Horizont. Rund um die Fahrt auf der legendären Transsib gibt es viele Gelegenheiten, sich zu informieren. Dazu zählen die interessanten historischen Kurzvorträge an Bord des Zuges. Erfahren Sie mehr über die Eroberung Sibiriens durch die Kosaken, über Nikolaus II, den letzten Zaren Russlands, über den sogenannten Mongolensturm und vieles mehr. Auch das Verkosten traditioneller Speisen und Getränke bietet einen interessanten Einblick in die Gewohnheiten der Bevölkerung. Dazu kommen Besichtigungstouren zu Denkmälern, Museen und zum Kennenlernen regionstypischer Musik. Gerade der Abwechslungsreichtum auf dieser spannenden Reise sorgt für ein Erlebnis mit hohem Erinnerungswert. Wer möchte nicht mitreisen und dies alles erleben und genießen?

Ein russisches Wintermärchen

Silvester und Neujahr auf der Transsib

Transsib im Winter»

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